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Beendigung der Öffentlichkeitsfahndung nach schwerem Raub mit Schussabgabe – Beide Tatverdächtige ermittelt

Verantwortlich: Kai Siebenäuger
Stand: 12.08.2021, 17:00 Uhr

Beendigung der Öffentlichkeitsfahndung nach schwerem Raub mit Schussabgabe – Beide Tatverdächtige ermittelt

Bezug: 3. Medieninformation vom 23. Mai 2019,
1. Medieninformation vom 18. Juni 2020, 1. Medieninformation vom 7. Januar 2021

Görlitz, OT Hagenwerder, Berzdorfer Straße
23.05.2019, 10:20 Uhr

Nach einem schweren Raub mit Schussabgabe am Donnerstagvormittag, den 23. Mai 2019, an der Berzdorfer Straße im Görlitzer Ortsteil Hagenwerder, fahndete die Polizei nach zwei unbekannten Tatverdächtigen. Nun haben die Ermittler des Kommissariats für Eigentum- und Bandenkriminalität der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz beide Tatverdächtige ermittelt.  

Die Tat

Die zunächst unbekannten Tatverdächtigen drohten einem damals 73-jährigen Hobbyfotografen an einem ehemaligen Hochbunker am Berzdorfer See mit einer Waffe und schossen dabei auch in seine Fototasche. Im Anschluss stahlen sie ihm seine Fotoausrüstung im Wert von etwa 30.000 Euro sowie ein iPhone 5. Danach flohen die beiden Tatverdächtigen mit einem dunklen Volvo 960.

Die Öffentlichkeitsfahndung

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz ordnete ein Richter des Amtsgerichts Bautzen die öffentliche Fahndung nach den zwei unbekannten Tätern an. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Polizei zwei Phantombilder der unbekannten Tatverdächtigen.

Ergänzend lobte die Polizeidirektion Görlitz am 7. Januar 2021 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung der beiden Tatverdächtigen führen.

Die Ermittlungen

Nach der Veröffentlichung der ersten Öffentlichkeitsfahndung in den regionalen Medien erhielten die Ermittler einen Hinweis eines Zeugen. Der Jüngere der beiden Tatverdächtigen, ein 23-jähriger Deutscher, hatte sich offenbar auf einem der veröffentlichten Phantombilder wiedererkannt und dem Zeugen davon erzählt. Den Koffer mit der Fotoausrüstung wollte er gegen Drogen eingetauscht haben. Ausschlaggebend für den Hinweis des Zeugen war die Auslobung von 5.000 Euro Belohnung im Januar 2021.

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung bei dem älteren Tatverdächtigen, einem 41-jährigen Deutschen, fanden die Ermittler mehrere, zum Teil manipulierte, Schreckschusswaffen. Die Tatwaffe wurde in der Wohnung nicht gefunden.

Die Überführung

In ihrer Vernehmung bestritten beide Tatverdächtige ihre Tatbeteiligung und äußerten, noch nie am Tatort gewesen zu sein. Die Ermittler nahmen daraufhin von beiden Tatverdächtigen eine Geruchsprobe und brachten damit mehrere Mantrailer am Tatort zum Einsatz. Die Hunde nahmen die Proben auf und liefen vom Standort des Geschädigten am Tatort in Richtung Hochbunker.

Da die Tat bereits zwei Jahre zurück lag, nahmen die Beamten auch eine Geruchsprobe des Geschädigten. Auch mit dieser Probe liefen die Vierbeiner vom Überfallort in Richtung Hochbunker. Eine vierte Geruchsprobe wurde von einer Person genommen, welche noch nie am Tatort war. In diesem Fall liefen die Hunde nicht los. So erbrachten die Ermittler den Beweis, dass die beiden vom Zeugen benannten 23- und 41-jährigen Tatverdächtigen offenbar am Tatort waren.

Für die Ermittler schließt sich damit die Akte. Diese befindet sich nun bei der Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung über eine Anklage steht noch aus.

In eigener Sache

Die Polizei bedankt sich an dieser Stelle für die Unterstützung der Bevölkerung und den regionalen und überregionalen Medien, insbesondere den Fahndungsformaten des MDR „Kripo Live“ und ZDF „Aktenzeichen XY ungelöst“. Eine Ausstrahlung des Ermittlungserfolges einhergehend mit der Erledigung der Öffentlichkeitsfahndung begrüßen wir. (ks)

 

Zur Beachtung:

Wir bitten darum, die Phantombilder nicht mehr zu verwenden und diese aus dem Internet und den sozialen Netzwerken zu löschen.

Die Auslobung vom 7. Januar 2021 ist damit gegenstandslos.


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