Polizeiticker Leipzig: Fahndung nach entwichenem Strafgefangenen
Leipzig, Nordsachsen und Leipziger Land – aktuelle Meldungen und Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig
26. September | Fahndung nach entwichenem Strafgefangenen
Die Leipziger Polizei sucht nach einem 22-jährigen, entwichenen Strafgefangenen.
Der Gesuchte ist seit 2025 einstweilig untergebracht und befindet sich seitdem in einer Heilanstalt. Am Freitag, den 25. September 2026, entwich der Gefangene gegen 16:00 Uhr von dem Gelände des Maßregelvollzugs in der Leipziger Straße in Schkeuditz, indem er bei einem Spaziergang davonlief. Gegen den Gesuchten wurde ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen.
Umfangreiche Suchmaßnahmen führten bisher nicht zum Auffinden des 22-Jährigen. Die Leipziger Polizei wendet sich nunmehr aufgrund eines staatsanwaltschaftlichen Beschlusses zur Suche nach dem Entwichenen an die Öffentlichkeit.
Der Entwichene könnte sich möglicherweise im Leipziger Raum aufhalten und kann wie folgt beschrieben werden:
- 1,78 Meter groß
- scheinbares Alter: 20 bis 25
- hagere Statur
- schwarzer Igelschnitt, Vollbart
- spricht gebrochen Deutsch, persische Muttersprache
- Bekleidung zum Fluchtzeitpunkt: hellblaue Windjacke | blaue Jeans | Turnschuhe
Aufgrund seiner bisherigen Taten ist nicht auszuschließen, dass von dem 22-Jährigen eine Gefahr ausgeht, weswegen im Falle einer Sichtung des Mannes darum gebeten wird, sofort die Polizei unter 110 zu rufen.
Wer erkennt den Mann auf den Bildern? Wer hat ihn seit Freitag gesehen? Wer weiß, wo er sich aufhält? Zeugen und Zeuginnen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.
25. September | Handtasche geraubt - Zeugenaufruf
Gestern Nachmittag entriss im südöstlichen Zentrum von Leipzig ein unbekannter Täter einer 50-Jährigen die Handtasche, in der sich viel Bargeld befand, und flüchtete mit einem Pkw. Die Polizei sucht Zeugen.
Die Frau stieg gegen 16:20 Uhr aus der Straßenbahn der Linie 16 an der Haltestelle Deutsche Nationalbibliothek aus. Kurz darauf riss ihr ein Unbekannter gewaltsam von hinten die Handtasche von der Schulter. Trotz Gegenwehr erlangte der Angreifer die Tasche, rannte zu einem Auto in der Straße des 18. Oktober, stieg auf der Beifahrerseite ein und flüchtete. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen schwarzen Mittelklassewagen, ähnlich eines VW-Golf, gehandelt haben. Die 50-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt. Ärztlich behandelt werden musste sie nicht. In der dunkelblauen mittelgroßen Handtasche befanden sich ein größerer Bargeldbetrag und persönliche Dinge. Der Stehlschaden beträgt mehrere tausend Euro.
Der unbekannte Angreifer konnte wie folgt beschrieben werden:
* 40 bis 45 Jahre alt
* 1,65 bis 1,70 Meter groß
* kräftige bis dicke Gestalt
* schwarze Haare
* bekleidet mit scharzer Jacke
Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.
24. September | Unfallflucht mit erheblichem Schaden
Am Dienstagabend kam es im Leipziger Stadtteil Marienbrunn zu einem Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden, bei dem der Verursacher anschließend flüchtete.
Zunächst streifte im Sterntalerweg ein VW Golf einen am Straßenrand geparkten Ford Tourneo. Dabei entstand erheblicher Sachschaden an beiden Fahrzeugen. Der VW Golf entfernte sich nach der Kollision unerlaubt vom Unfallort. Eine Zeugin hatte den Unfall beobachtet, sich das Kennzeichen des Golf notiert und der Polizei mitgeteilt. Die alarmierten Polizeibeamten nahmen den Verkehrsunfall auf und konnten wenig später den Fahrer des VW Golf ausfindig machen. Ein besonders geschulter Polizeibeamter stellte beim 80-jährigen Fahrer (deutsch) erhebliche Zweifel an der Fahrtüchtigkeit aufgrund gesundheitlicher Mängel fest. Ein freiwilliger Atemalkoholvortest ergab zudem einen Wert von 0,32 Promille. Die Polizeibeamten stellten daraufhin die Fahrerlaubnis und die Fahrzeugschlüssel des 80-Jährigen sicher. Er muss sich nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 15.000 Euro. Das Polizeirevier Leipzig-Südost hat die Ermittlungen aufgenommen.
23. September | Raubdelikt - Zeugenaufruf
Am Dienstagvormittag wurde ein 66-Jähriger in einer Parkanlage in der Wurzener Straße überfallen. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeuginnen und Zeugen.
Gegen 11:00 Uhr saß der Mann, in einer gelb-schwarz-weißen Trainingsjacke auf einer Parkbank an der Wurzner Straße in Höhe der Edlichstraße, als er von mehreren Unbekannten angesprochen und von ihm Bargeld gefordert wurde. Dabei drohten die mutmaßlich jugendlichen Tatverdächtigen dem 66-Jährigen unter anderem mit einem spitzen Gegenstand. Schlussendlich flüchteten die Täter mit einigen Bargeldscheinen und einem Handy in unbekannte Richtung. Eine Beschreibung der Täter liegt nicht vor.
Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang nach Zeuginnen und Zeugen. Personen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.
20. September | Straftaten bei Versammlung in Connewitz
Gestern fand im Süden Leipzigs eine Versammlung mit Aufzug unter dem Motto "1. Connewitzer Krachparade 'Keine Scheiße bauen' " statt, bei der es zu mehreren Straftaten kam.
Die Polizeidirektion Leipzig wurde zur Absicherung der Versammlung von Kräften der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Insgesamt waren über 100 Polizeibeamte im Einsatz.
Kurz vor 17:00 Uhr begann die Versammlung mit einer Auftaktkundgebung am Alexis-Schumann-Platz mit circa 120 Teilnehmenden. Gegen 17:15 Uhr startete der Aufzug über die Karl-Liebknecht-Straße, das Connewitzer Kreuz, Bornaische Straße und weiteren bis zur Meusdorfer Straße mit mehreren Zwischenkundgebungen. In der Wolfgang-Heinze-Straße fand gegen 20:30 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Die Gesamtteilnehmerzahl wuchs in der Spitze auf circa 250 an.
Während des Aufzuges und danach wurde sporadisch Pyrotechnik gezündet und ein Polizeifahrzeug mit Glasflaschen beworfen. Eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt, blieb aber dienstfähig. Es entstand Schaden am Dienstfahrzeug und einem dahinterstehenden unbeteiligten Pkw.
Um 22:10 Uhr beendete die Versammlungsleitung offiziell.
Im Verlauf der Versammlung und dem zeitlichen Zusammenhang kam es zu mehreren Straftaten, wegen welcher ermittelt wird. Unter anderem sind dies Sachbeschädigungen, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs und weitere. Ebenfalls leicht verletzt wurde ein weiterer Polizeibeamter (21) durch einen Tatverdächtigen während einer Identitätsfeststellung nach einer Beleidigung. Auch er blieb dienstfähig.
11. September | Tatverdächtiger gestellt - Diebstahl verhindert
Beamte der Leipziger Fahrradstaffel haben am Donnerstagabend im Leipziger Zentrum einen mutmaßlichen Fahrraddieb gestellt, der gerade dabei war, ein Fahrrad unter Zuhilfenahme eines Trennschleifers zu stehlen.
Aufgrund der Häufung von Fahrraddiebstählen im Bereich des Leipziger Zoos waren die Beamten der Fahrradstaffel in Zivil unterwegs, um den Bereich zu bestreifen. Im Rahmen dieser Streife beobachteten die Beamten gegen 17:00 Uhr in der Pfaffendorfer Straße einen einschlägig polizeibekannten 26-Jährigen (deutsch), welcher mit einem Trennschleifer das Schloss eines hochwertigen E-Bikes durchtrennte und im Anschluss das Fahrrad entwendete. Der Mann konnte unweit des Tatortes von den Polizeibeamten gestellt werden. Das mehrere tausend Euro teure Fahrrad konnte dem Besitzer noch vor Ort zurückgegeben werden.
Da der Tatverdächtige bereits wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt war, wurde über die Staatsanwaltschaft Leipzig eine Durchsuchung seiner Wohnung beantragt, die in der Folge auch durchgeführt wurde. Dort fanden die Beamten einen bereits im Jahr 2023 entwendeten Fahrradrahmen sowie ein Fahrrad, bei dem die Rahmennummer manipuliert worden war. Anschließend wurde der 26-Jährige für eine erkennungsdienstliche Behandlung auf ein Polizeirevier gebracht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft danach wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen dieser Diebstahlsdelikte dauern an.
10. September | Flucht endet im Gleisbett
Eine Verfolgungsfahrt im Revierbereich Borna endete für drei Tatverdächtige im Krankenhaus und mit mehreren Strafanzeigen. Beamte des Polizeireviers Borna waren auf Streifenfahrt unterwegs.
In Kitzscher, in Richtung Steinbach fahrend, fiel ihnen ein Audi A4 auf. Bei der Überprüfung der Kennzeichen stellten sie fest, dass diese auf einen Opel ausgestellt waren. Sie beabsichtigten daher, das Fahrzeug anzuhalten. Der Fahrer (31, deutsch) entzog sich jedoch der Kontrolle und flüchtete. Es kam zu einer Verfolgungsfahrt, die im Bad Lausicker Ortsteil Lauterbach endete. Der Fahrer befuhr die Straße „Waldweg” in östlicher Richtung und bog an der Einmündung Brückenstraße nach rechts in eine ehemalige Zufahrt zu einer Brücke ab. Am Ende dieser Zufahrt fuhr er durch einen Zaun und stürzte etwa sechs Meter nach unten auf ein Gleis der Deutschen Bahn. Dort kam der Audi auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer und zwei Beifahrer (31, deutsch und 48, kroatisch) wurden von den Beamten und Rettungskräften befreit. Der 31-jährige Beifahrer erlitt schwere, der andere Beifahrer und der Fahrer leichte Verletzungen. Alle Männer wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Ein vorab durchgeführter Drogenschnelltest reagierte bei zwei der Männer positiv auf Amphetamine. Ob der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, wird die, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft angeordnete Blutentnahme der drei Männer zeigen. Bei der Durchsuchung des beschädigten Autos wurde eine Softairwaffe gefunden. Während der Bergungsarbeiten des Audis durch einen Abschleppzug der Deutschen Bahn ist die Zugstrecke vorläufig gesperrt. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge 16.000 Euro.
Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall, Kennzeichenmissbrauchs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
09. September | Unfall mit über zwei Promille
Gestern Abend verursachte der Fahrer (54, deutsch) eines Skoda Octavia einen Verkehrsunfall. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille.
Der Mann fuhr auf der Hans-Weigel-Straße in nördliche Richtung. Im Kreuzungsbereich zur Riesaer Straße bog er nach rechts ab, kam dabei von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer Warnbake auf der Verkehrsinsel sowie einer Ampel. Durch die Kollision wurde die Warnbake aus ihrer Verankerung gerissen und gegen einen auf der Linksabbiegerspur der Riesaer Straße stehenden Mazda geschleudert. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über 2,20 Promille. Nach einer Blutentnahme wurde sein Führerschein sichergestellt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wurde auf etwa 40.000 Euro beziffert. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen.
7. September | Verkehrsunfall nach Flucht vor Polizeikontrolle
In der Nacht von Samstag zu Sonntag wollten Beamte der Inspektionen Zentrale Dienste einen Mann (40) kontrollieren, welcher daraufhin flüchtete. Im Rahmen der Verfolgung kam es am Goerdelerring zu einem Verkehrsunfall, bei dem der Tatverdächtige verletzt wurde.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Einsatzkräfte auf den Mann aufmerksam geworden, da sich dieser mutmaßlich an abgestellten Fahrrädern zu schaffen machte. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, flüchtete der 40-Jährige zu Fuß in den Gleisbereich des Goerdelerrings. Die Einsatzkräfte nahmen daraufhin die Verfolgung sowohl fußläufig als auch mit einen Dienstfahrzeug, mit eingeschaltetem Blaulicht auf. Im weiteren Verlauf bemerkte der Mann einen ihm im Gleisbereich entgegenkommenden Linienbus. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich er dem Bus unvermittelt aus und änderte seine Laufrichtung. Dabei übersah er das von hinten herannahende Einsatzfahrzeug (Fahrer: 32) der Beamten. Trotz einer sofort eingeleiteten Gefahrenbremsung konnte ein Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden. Der 40-Jährige wurde durch die Kollision verletzt und musste zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. Der Verkehrsunfalldienst nahm die Ermittlungen zum Unfallgeschehen auf. Bei der anschließenden Durchsuchung des Rucksacks des Tatverdächtigen wurden zudem verschiedene Betäubungsmittel gefunden. Gegen den 40-Jährigen (lybisch), wurde daher ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. (tl)