Polizeiticker Leipzig: Einbrecher mit Haftbefehl gestellt

Leipzig, Nordsachsen und Leipziger Land – aktuelle Meldungen und Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig

17. August | Einbrecher mit Haftbefehl gestellt

Ein 27-Jähriger brach in die Verkaufsräume einer Firma ein wobei er einen Alarm auslöste. Er konnte daraufhin gestellt werden.

Der Mann (deutsch) gelangte auf bisher nicht abschließend geklärte Art und Weise auf das Gelände einer Firma und brach anschließend in deren Verkaufsraum ein. Dort entwendete er von einem Aggregat mehrere Meter Erdungskabel. Bei seinem Eindringen löste der 27-Jährige einen Alarm aus, so dass daraufhin die Polizei verständigt wurde. Beamte des Polizeireviers Leipzig-Südwest konnten den Täter bei der Durchsuchung des Geländes stellen. Ihnen gegenüber machte der Mann zunächst falsche Angaben zu seiner Identität. Im Rahmen der weiteren Maßnahmen konnte diese geklärt sowie festgestellt werden, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag, welcher später von einem Familienmitglied beglichen und dadurch abgewendet wurde. Der beim Einbruch verursachte Stehlschaden beläuft sich auf rund 70 Euro, der entstandene Sachschaden auf circa 230 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des besonders schweren Diebstahls in Verbindung mit Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung aufgenommen. Zudem wurde eine Anzeige wegen der Ordnungswidrigkeit der falschen Namensangabge gefertigt.

13. August: Mutmaßlicher Faksimile-Betrüger gestellt

Am vergangenen Donnerstagabend konnten Kriminalbeamte der Kriminalaußenstelle Grimma einen mutmaßlichen Buchbetrüger festnehmen, welcher bereits für mehrere Betrugsstraftaten in anderen Bundesländern in Betracht kommt.

Am 22. Juli rief die Mitarbeiterin einer Seniorenbetreuung in der Kriminalaußenstelle Grimma an und teilte mit, dass eine 84-Jährige von einem ihr unbekannten Mann (35, deutsch) kontaktiert wurde, welcher ihre Bücher, sogenannte Faksimile, erwerben wolle. Bevor sie die Bücher jedoch verkaufen könne, sollte sie zunächst mehrere Bücher erwerben, um ihre „Sammlung” für einen mittleren fünfstelligen Betrag veräußern zu können. Dieses Vorgehen ist der Polizei seit Langem bekannt. Die Bücher, die meist einen mittleren vierstelligen Betrag kosten, sind in der Regel völlig überteuert und die Sammlung würde den versprochenen Erlös nicht erzielen.

Im Rahmen einer Einsatzmaßnahme konnten Beamte der Kriminalaußenstelle Grimma den mutmaßlichen Betrüger in der Wohnung der 84-Jährigen stellen. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig vorläufig festgenommen, später aber nach den notwendigen strafprozessualen Maßnahmen wieder entlassen, da keine Gründe für die Beantragung und Anordnung von Untersuchungshaft vorlagen. Die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs dauern an.

11. August | Ermittlungserfolg in einem Friends-Scamming Fall

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig führten in einem Fall des sogenannten "Friends-Scamming" erfolgreich Ermittlungen durch, welche zum Erlass eines Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen und dessen Festnahme in den Niederlanden führten.

Das Scamming begann im Juli 2025 mit dem Betreten einer Arztpraxis im Leipziger Stadtgebiet. Der spätere Tatverdächtige (63, deutsch) trat dabei gegenüber einer Ärztin als Privatpatient unter einem falschen Namen auf.

Der 63-Jährige gaukelte der Ärztin unter Verwendung verschiedener Legenden insgesamt sieben Mal wahrheitswidrig vor, kurzzeitig Geldbeträge zu benötigen. Dabei gab er unter anderem bewusst wahrheitswidrig an, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendigen Operationen die finanzielle Hilfe der geschädigten Ärztin zu benötigen.

Der Tatverdächtige erlangte fortlaufend das Vertrauen der Ärztin und veranlasste sie dadurch insgesamt 200.000 Euro an den Tatverdächtigen auszuhändigen - im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen.

Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Ärztin brachte den Betrug zur Anzeige.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig konnte der Tatverdächtige in den Niederlanden aufgespürt, schließlich Mitte Mai 2026 durch niederländische Polizisten festgenommen werden und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden.

Die Ermittlungen dauern an.

10. August | Einbrecher-Duo gestellt

Dank eines Zeugenhinweises konnten zwei Diebe am späten Freitagabend bei einem Einbruch in eine Physiotherapiepraxis auf frischer Tat gestellt werden.

Die beiden Tatverdächtigen (26, weiblich und 22, männlich, beide deutsch) verschafften sich durch ein Erdgeschossfenster Zugang zu einer Physiotherapie. Sie durchsuchten die Praxis und hatten bereits mehrere Gegenstände zum Abtransport bereitgestellt, wie etwa einen Fernseher, eine Kaffeemaschine und einen Beamer. Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete die Tat und informierte die Polizei. Die Beamten konnten beide Tatverdächtige vor Ort antreffen. Sie liefen jedoch weg und konnten später in Tatortnähe gestellt werden. Bei dem 22-jährigen Tatverdächtigen wurde Diebesgut gefunden, das aus der Physiotherapie stammte. Im Rahmen der Festnahme kam es zu Widerstandshandlungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 500 Euro. Nach Rücksprache mit der Bereitschaftsstaatsanwältin wurden die Handys der beiden Tatverdächtigen beschlagnahmt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide entlassen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls aufgenommen.

04. August | Fußballspiel BSG Chemie Leipzig gegen Hallescher FC

Am Mittwoch, den 5. August, findet in der Regionalliga Nordost ein Mitteldeutsches Derby statt. Im Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig trifft die BSG Chemie Leipzig auf den Hallescher FC. Einlass im Stadion ist ab 17:00 Uhr, geplanter Anstoß um 19:00 Uhr.

Im Zusammenhang mit diesem Spiel der Sicherheitskategorie 1 wird die Polizeidirektion Leipzig einen Einsatz durchführen. Unterstützt werden die eigenen Einsatzkräfte durch die sächsische Bereitschaftspolizei, durch das Polizeiverwaltungsamt und Polizeibeamte aus Sachsen-Anhalt. Im Stadionbereich wird auch ein Sensocopter eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine ferngesteuerte Drohne mit Bildübertragungstechnik. Ähnlich wie die Kamera an einem Polizeihubschrauber dienen die in den Führungsstab übertragenen Bilder dem Polizeiführer zur Einsatzdurchführung. Weiterhin steht bei Bedarf unterstützend eine Wasserwerferstaffel bereit. Der Polizeieinsatz wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizeiinspektion Leipzig durchgeführt.

Im Umfeld des Stadions kann es an diesem Tag zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Polizeidirektion Leipzig hat die Geschehnisse aus der Vorsaison in Halle im Blick; die Trennung der beiden Fanlager wird ein Schwerpunkt des Einsatzes sein.

Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung hat die Stadt Leipzig eine Allgemeinverfügung erlassen, die hier veröffentlicht wurde: https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/allgemeinverfuegung-fuer-das-regionalliga-spiel-von-chemie-leipzig-am-mittwoch. Diese regelt unter Anderem das Mitführen von zum Beispiel Sturmhauben, Messern, Schusswaffen, Schlagringen, Handschuhen, Reizstoffsprühgeräten sowie sämtlichen pyrotechnischen Erzeugnissen.

21. Juli | Flucht endet mit Unfall

Ein 25-Jähriger versuchte am Montagnachmittag erfolglos vor der Polizei zu flüchten. Dabei verletzte er zwei Personen leicht.

Den Beamten des Polizeireviers Wurzen fiel ein VW Golf ohne Kennzeichen  am Bahnhof in Wurzen auf, welchen die Polizisten kontrollieren wollten. Der 25-Jährige (deutsch) entzog sich der Kontrolle und raste zwischenzeitlich mit über 100 km/h durch die Stadt Wurzen. Die Verfolgung zog sich im weiteren Verlauf durch die Orte Mühlbach, Burkartshain und Nemt. Schlussendlich versuchte der 25-Jährige, über die Staatsstraße 11 in Richtung Oelschütz zu fliehen, wobei er immer wieder Fahrzeuge überholte und dafür in den Gegenverkehr fuhr. Dort kollidierte der Golf mit einem stehenden Citroën C4, in dem sich zwei Frauen (73, 22) befanden. Sie wurden durch den Unfall leicht verletzt. Durch die Wucht der Kollision wurde der Citroën auf einen dahinter befindlichen Mazda geschoben. Die Fahrzeuge waren bereits aufgrund des eingeschalteten Blaulichts des Streifenwagens am Fahrbahnrand zum Stehen gekommen.

Im Fahrzeug des 25-Jährigen befand sich ein 18-jähriger Beifahrer, welcher durch den Unfall ebenfalls leicht verletzt wurde. Alle Verletzten wurden durch einen Rettungswagen versorgt, jedoch nicht in Krankenhäuser gebracht. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass der 25-jährige Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und zudem der Verdacht bestand, dass er unter dem Einfluss von Cannabis, Methamphetaminen und Kokain stand. Außerdem war das Fahrzeug nicht versichert. Zusätzlich stellten die Beamten eine geringe Menge Betäubungsmittel bei ihm sicher. Die Ermittlungen wegen diverser Verkehrsdelikte, unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, wurden aufgenommen. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beträgt circa 16.500 Euro.

12. Juli | Leblose Person aus Kulkwitzer See geborgen

Am gestrigen Abend wurde ein 38-Jähriger leblos aus dem Kulkwitzer See geborgen, nachdem er dort zuvor baden war. Zeugen fanden den Mann gegen 19:00 Uhr  im Bereich des Ostufers regungslos im Wasser treibend. Er war zuvor mit Bekannten dort baden gewesen. Sofortige Reanimationsversuche blieben erfolglos. Rettungswesen, Feuerwehr, Kriminalpolizei und Rechtsmedizin wurden zum Ereignisort gerufen. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Ein Straftatsverdacht kann bislang ausgeschlossen werden, so dass die Ermittler derzeit von einem Badeunfall oder einem gesundheitlichen Problem ausgehen. Die genaue Todesursache muss durch die Rechtsmedizin geklärt werden.

Aktuelle Medieninfos der Polizeidirektion Leipzig

zurück zum Seitenanfang