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PKS 2018 - Landkreis Mittelsachsen

Medieninformation: 178/2019
Verantwortlich: Jana Ulbricht
Stand: 11.04.2019, 10:37 Uhr

Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 – Landkreis Mittelsachsen

 

  • Straftaten auf dem Niveau des Vorjahres
  • Regional sowie deliktspezifisch unterschiedliche Entwicklung
  • Deutlich weniger einfache Diebstähle



Im Landkreis Mittelsachsen wurden im Jahr 2018 insgesamt 11.877 Straftaten registriert. Dies sind 51 Fälle (+0,4 Prozent) mehr als im Jahr 2017.
Die Häufigkeitsziffer, die ausdrückt, wie viele Straftaten statistisch auf 100.000 Einwohner entfallen, liegt bei 3 854.

Ein deutlicher Rückgang war insbesondere bei Diebstahlsdelikten ohne erschwerende Umstände (-290 Fälle) zu verzeichnen.
Bei Körperverletzungen (+127 Fälle), Sachbeschädigungen (+103 Fälle) sowie Diebstählen unter erschwerenden Umständen (+47 Fälle) stiegen die Fallzahlen an.

Polizeipräsidentin Sonja Penzel:Entgegen der Entwicklung in der Stadt Chemnitz und im Erzgebirgskreis ist die Zahl der Straftaten im Landkreis Mittelsachsen nicht rückläufig. Während es in einigen Deliktsfeldern Anstiege der Fallzahlen gab, waren in anderen Bereichen Rückgänge zu verzeichnen. Auch regional sind im Landkreis für das Jahr 2018 unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Wir analysieren derzeit, ob es dafür eine Erklärung gibt, um aus polizeilicher Sicht gegensteuern zu können. Neben Kontinuität ist eben auch flexibles Reagieren auf erkennbare Schwerpunkte ein Eckpfeiler der taktischen Ausrichtung der Polizei.“

7 565 Fälle konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote beträgt 63,7 Prozent.

Im Bereich der allgemeinen Kriminalität wurden 11.825 Fälle registriert, von denen 7 513 (63,5 Prozent) aufgeklärt wurden. Im Landkreis Mittelsachsen wurden lediglich 52 Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz aktenkundig. Die Aufklärungsquote beträgt hier 100 Prozent.

Insgesamt wurden 5 028 Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich um 4 290 deutsche Tatverdächtige und 738 nichtdeutsche Tatverdächtige.

2018 wurden 2 225 Personen Opfer einer Straftat. Betroffen waren zu 57,2 Prozent männliche und zu 42,8 Prozent weibliche Personen.

Der gemeldete finanzielle Schaden betrug insgesamt ca. 11,5 Millionen Euro. Davon entstanden etwa 4,2 Millionen Euro Schaden durch Wirtschaftskriminalität und etwa 5,5 Millionen Euro durch Diebstahlskriminalität.

Ausgewählte Deliktsbereiche

Diebstahlsdelikte


Der Anteil der Diebstahlskriminalität am Gesamtaufkommen der Straftaten liegt bei 29,1 Prozent. Die Statistik weist 1 627 Fälle ohne erschwerende Umstände sowie 1 831 Fälle unter erschwerenden Umständen aus.

Rückgänge traten bei vielen Erscheinungsformen ein. Deutlich geringere Fallzahlen waren bei Ladendiebstählen (428 Fälle/-184 Fälle) und Diebstählen in/aus Böden, Kellern oder Waschküchen (159 Fälle/-84 Fälle) zu verzeichnen.

Anstiege der Fallzahlen wiesen Diebstähle aus Büros, Lager oder Werkstätten (277 Fälle/+47 Fälle) sowie Diebstähle von bzw. aus Automaten (40 Fälle/+18 Fälle) auf.

Polizeipräsidentin Sonja Penzel: „Während bei einfachen Diebstählen ein Rückgang in allen Revierbereichen auftrat, ist die Entwicklung bei den Diebstählen unter erschwerten Bedingungen unterschiedlich. So steht einem deutlichen Anstieg im Revierbereich Döbeln ein deutlicher Rückgang im Revierbereich Mittweida gegenüber. Die Ermittler im Polizeirevier Döbeln schlossen jedoch auch im vergangenen Jahr ein Sammelverfahren ab. Demnach werden einem Mann über 100 Einbrüche insbesondere in Gartenlauben vorgeworfen.“

Zahl der Wohnungseinbrüche leicht gestiegen
Im Bereich der Wohnungseinbrüche sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht um neun auf nun 141 Fälle angestiegen. Bei 59 Fällen davon handelt es sich um Tageswohnungseinbrüche. Die Aufklärungsquote liegt bei 31,2 Prozent.

Diebstahlsdelikte ums Kraftfahrzeug
Die Diebstähle rund ums Kraftfahrzeug weisen im Landkreis Mittelsachsen eine unterschiedliche Entwicklung auf. Bei Diebstählen von Kraftwagen ist ein Anstieg der Fallzahlen auf 89 (+14 Fälle) ersichtlich. Dennoch liegen die Fallzahlen unter denen der Jahre 2014 bis 2016. Demgegenüber sind die Fallzahlen bei Diebstählen an bzw. aus Kraftfahrzeugen rückläufig. Mit 471 Fällen (-44 Fälle) ist der niedrigste Stand der vergangenen fünf Jahre erreicht. Die Anzahl der Diebstähle von Krafträdern liegt auf dem Niveau des Vorjahres (60 Fälle, -1 Fall).

Rauschgiftkriminalität

Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben. Im Jahr 2018 wurden 796 Fälle und damit sieben Fälle weniger als im Jahr 2017 erfasst. Die Aufklärungsquote liegt bei 97,6 Prozent. Insgesamt wurden 686 Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich um 611 deutsche Tatverdächtige sowie 75 nichtdeutsche Tatverdächtige (10,9 Prozent).

Der überwiegende Teil der Taten entfällt mit 618 Fällen auf allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (sogenannte Konsumentendelikte). Die Fallzahlen bei allgemeinen Verstößen mittels Crystal (164 Fälle/-109 Fälle) sind deutlich zurückgegangen. Dem gegenüber stiegen die Fallzahlen der allgemeinen Verstöße mittels Cannabis und dessen Zubereitungen (421 Fälle/+49 Fälle) an.

Im Jahr 2018 wurde im Landkreis Mittelsachsen ein Drogentoter registriert.

Polizeipräsidentin Sonja Penzel: „Die Rauchgiftkriminalität bewegt sich im Landkreis Mittelsachsen auf dem Niveau des Vorjahres. Hier sind wir als Polizei, aber auch die gesellschaftlichen Akteure, weiter intensiv gefragt. Denn Rauschgiftkriminalität wirkt sich auch auf andere Kriminalitätsbereiche aus. Beschaffungskriminalität ist oftmals auch Diebstahlskriminalität. Im vergangenen Jahr wurden 186 Diebstahlshandlungen und zehn Raubhandlungen durch Konsumenten harter Drogen begangen.“

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Im Landkreis Mittelsachsen wurden im vergangenen Jahr 162 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und somit 25 Fälle mehr als im Vorjahr registriert. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg der Fälle von Verbreitung von Pornografie (31 Fälle/+15 Fälle) sowie sexuellem Missbrauch von Kindern (46 Fälle/+11 Fälle). Diese beiden Erscheinungsformen weisen neben der sexuellen Belästigung (26 Fälle) die meisten Fallzahlen auf. Die Aufklärungsquote liegt bei 92,6 Prozent.

Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Bei Rohheitsdelikten bzw. Straftaten gegen die persönliche Freiheit gab es einen Anstieg um 135 Fälle auf nunmehr 1 818 Fälle. Steigende Fallzahlen waren bei Taten der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung (810 Fälle/+86 Fälle), der gefährlichen und schweren Körperverletzung (266 Fälle/+19 Fälle) sowie der Bedrohung (285 Fälle/+25 Fälle) zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote liegt bei 90,2 Prozent.

Gewaltkriminalität

Bei der Gewaltkriminalität wurden im vergangenen Jahr 335 Taten und somit zehn mehr als im Vorjahr registriert. Diese 335 Fälle der Gewaltkriminalität entsprechen einem Anteil von 2,8 Prozent an der Gesamtkriminalität im Landkreis Mittelsachsen. Die Aufklärungsquote liegt bei 78,8 Prozent. Das Gros der Delikte im Bereich der Gewaltkriminalität sind gefährliche und schwere Körperverletzungen (266 Fälle).

Straßenkriminalität

Im Bereich der Straßenkriminalität ist ein leichter Anstieg um 46 Fälle auf nun 2 000 Fälle zu verzeichnen. Deren Anteil an der Gesamtkriminalität liegt bei 16,8 Prozent. Einem deutlichen Rückgang bei Diebstählen an oder aus Kraftfahrzeugen (471 Fälle/-44 Fälle) steht ein deutlichen Anstieg bei Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen (429 Fälle/+49 Fälle) gegenüber. Sonstige Sachbeschädigungen auf Straßen machen mit 476 Fällen einen weiteren wesentlichen Anteil der Straßenkriminalität aus.


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