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Polizeidirektion Zwickau führt Bodycams ein

Medieninformation: 338/2021
Verantwortlich: Jan Meinel
Stand: 25.06.2021, 11:05 Uhr

Polizeidirektion Zwickau führt Bodycams ein

Polizeipräsident Rodig: „Neue Technik soll Übergriffe auf Polizeibeamte verhindern helfen.“

Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst der Polizeidirektion Zwickau werden ab heute mit Bodycams ausgestattet. Für die fünf Reviere im Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis, die Verkehrspolizeiinspektion sowie den Einsatzzug stehen insgesamt 125 Geräte des Typs AXON Body 2 zur Verfügung.

Angesichts der steigenden Zahl von Gewaltdelikten gegenüber Polizeibeamten erhofft sich Polizeipräsident Lutz Rodig eine nachhaltigen Effekt der Körperkameras: „Wir wissen aus verschiedenen Studien um die präventive Wirkung der Bodycam. Die neue Technik soll Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten verhindern helfen. Kommt es dennoch zu Gewalt, dann steht das aufgezeichnete Material als gerichtsverwertbarer Beweis zur Verfügung.“

Laut dem Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen (PASS) stiegen die Straftaten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand und tätliche Angriffe (§§ 113 und 114 StGB) sachsenweit von 1.471 im Jahr 2019 auf 1.638 Fälle im vergangenen Jahr. Das ist ein Plus von 11,4 Prozent.

Der Einsatz der Bodycams richtet sich nach dem seit 1. Januar 2020 geltenden Sächsischen Polizeivollzugsdienstgesetz. Aber auch andere Rechtsgrundlagen, wie beispielsweise die Strafprozessordnung, sind für die Anwendung der Körperkameras möglich.

Die mit der Bodycam aufgenommenen Daten werden zentral in einer Cloud im Rechenzentrum der sächsischen Polizei gespeichert.

 

Hintergrund:

Der Freistaat Sachsen hatte im Jahr 2017 die Projektphase zur Erprobung des präventiven Einsatzes von Körperkameras in der sächsischen Polizei mit insgesamt 376 Nutzern gestartet. Ziel war es, die Wirksamkeit der mobilen Videoaufzeichnung mittels Bodycam als ergänzendes Einsatzmittel zu überprüfen und den Schutz der Einsatzkräfte erweitern zu können.

Von November 2017 bis Dezember 2019 wurden Trageversuche mit zwei verschiedenen Gerätetypen im Polizeialltag in jeweils zwei Polizeirevieren der Städte Dresden und Leipzig durchgeführt.

Anschließend wurden die Ergebnisse der Trageversuche durch die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) evaluiert. Es zeigte sich, dass die Anzahl angezeigter Delikte in den vier Projektrevieren Dresden-Mitte, Dresden-Nord, Leipzig-Zentrum und Leipzig-Südwest sank. Hingegen nahm deren Anzahl in den nicht am Pilotprojekt beteiligten Vergleichsrevieren Dresden-West und Leipzig-Südost im gleichen Zeitraum zu. Acht von zehn Nutzerinnen und Nutzer, die am Tragetest beteiligt waren, befürworteten den Einsatz der Bodycams.

In der Praxis werden die Geräte im täglichen Dienst im ausgeschalteten Zustand mitgeführt und anlassbezogen in den Standard-Modus gesetzt (Pre-recording). Das bedeutet, sie zeichnen ab dem Zeitpunkt des Einschaltens ein Video auf, speichern dieses jedoch nicht dauerhaft. Dieser Zustand ist an einer grün blinkenden Anzeige deutlich erkennbar. Durch das doppelte Drücken der Ereignistaste durch die oder den kameratragenden Polizeibeamten bzw. Polizeibeamtin startet die Aufnahme im Ereignis-Modus, wobei das Gerät automatisch die letzten 60 Sekunden mit speichert. Der Start der Speicherung wird durch einen Piepton und anschließend ein rotes Blinken deutlich signalisiert. Einen Bildschirm haben die Geräte nicht.



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