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Beim Baden ist Vorsicht geboten

See im Sonnenuntergang
(© Envarto/nblxer)

Sonne und warme Temperaturen locken viele Menschen an Seen, Flüsse oder in Freibäder. Doch das ist nicht immer ungefährlich. Auch in diesem Jahr gab es schon Badeunfälle und Tote. Wir geben Tipps für ungetrübten Badespaß.
Sonne und warme Temperaturen locken viele Menschen an Seen, Flüsse oder in Freibäder. Doch das ist nicht immer ungefährlich. Auch in diesem Jahr gab es schon Badeunfälle und Tote. Wir geben Tipps für ungetrübten Badespaß.
 

See im Sonnenuntergang
(© Envarto/nblxer)

Die Temperaturen knacken in diesen Tagen die 30-Grad-Marke und zahlreiche Bäder und Gewässer sind Anziehungspunkte für all jene, die Erfrischung suchen. Leider häufen sich damit auch wieder Badeunfälle mit teils tödlichem Ausgang.

Anfang Juni ertrank ein 21-Jähriger im Kulkwitzer See bei Leipzig. Die Obduktion ergab, dass der Mann ohne Fremdeinwirkung verstarb und seine schlechten Schwimmfähigkeiten als Unfallursache in Betracht kommen.

Mehr Glück im Unglück hatte Mitte Juni eine 44-Jährige im Moritzsee bei Naunhof. Während die Frau schwamm, bekam sie einen Krampfanfall und schluckte viel Wasser. Andere Badegäste retteten die Schwimmerin und reanimierten sie noch vor Ort. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik. Der kleine Sohn, welcher beim Badeunfall dabei war, wurde vom Vater abgeholt.

Auch in Dresden kam vor kurzem für zwei Jugendliche Hilfe in letzter Sekunde. Sie waren betrunken in die Elbe gestiegen. Zeugen alarmierten die Polizei, als sie die Hilferufe aus dem Fluss hörten. Ein 25-jähriger Polizist sprang kurzentschlossen ins Wasser und holte die 15 und 17 Jahre alten Mädchen aus dem Fluss. Sie waren bereits mehrere Hundert Meter abgetrieben. Ein Alkoholtest im Krankenhaus ergab später, dass die beiden Mädchen mehr als 1,2 und 1,5 Promille im Blut hatten.
 


Was Sie beachten sollten

  • in Gewässern, die nicht bewacht sind, ist die Gefahr zu ertrinken deutlich höher
  • vor dem Schwimmen auf Alkoholgenuss oder andere berauschende Mittel verzichten
  • der Temperaturwechsel zwischen Luft und Wasser kann den menschlichen Organismus überfordern
  • in Bereichen bleiben, in denen man noch stehen kann und notfalls auch zügig wieder an Land ist
  • insbesondere in Flüssen besteht durch Strömung, Buhnen und auch Schiffsverkehr eine oft unterschätzte Gefahr
  • Badetiere, Luftmatratzen und ähnliches sind generell keine geeigneten Schwimmhilfen, da man auf ihnen durch Strömung oder Wind rasch abgetrieben werden kann


Jährlich ertrinken 400 bis 600 Personen in Deutschland. Der Tod durch Ertrinken ein sehr leiser Tod. Insbesondere Kinder sollten durch Schwimmhilfen gesichert werden und unter permanenter Aufsicht stehen. Auch Kinder, die am Wasser spielen sollten beaufsichtigt werden, da sie möglicherweise zum Spiel ins Wasser gehen oder hineinfallen können.