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Polizei Sachsen gedenkt verstorbenen Bediensteten

Gedenken an Verstorbene
(© Polizei Sachsen)

In der Leipziger Thomaskirche wurde am Freitag Abschied von Bediensteten der Landes- und Bundespolizei genommen. Polizeiseelsorger, Angehörige und Vertreter von Polizei und Innenministerium gedachten jenen, die im vergangenen Jahr ihr Leben verloren.
Kerzen
Jede Kerze steht für eine verstorbene Kollegin oder einen verstorbenen Kollegen. Die Namen stehen auf den kleinen Schiefertafeln darunter.
(© Polizei Sachsen)

In der Leipziger Thomaskirche wurde am Freitag Abschied von Bediensteten der Landes- und Bundespolizei genommen. Polizeiseelsorger, Angehörige und Vertreter von Polizei und Innenministerium gedachten jenen, die im vergangenen Jahr ihr Leben verloren.

 

„Wir möchten diesen Moment nutzen, die Verstorbenen zu würdigen, um selbst Halt und Trost zu finden und was wichtig und gut war in ihrem Dienst und Leben, mitzunehmen und weiterzugeben.“ Mit diesen Worten eröffnete der Leipziger Polizeipfarrer und Seelsorger Christian Mendt den ökumenischen Gedenkgottesdienst für verstorbene Polizeibedienstete am Freitag, dem 13. November in der Thomaskirche in Leipzig.

In diesem Jahr fiel der Gottesdienst coronabedingt deutlich kleiner aus, weil das Hygienekonzept nur eine geringe Teilnehmerzahl zuließ. Wo sonst viele Polizistinnen und Polizisten neben Angehörigen saßen, um ihren geliebten Menschen zu gedenken, blieben dieses Mal einige Plätze leer. „Es ist eine gute Tradition, einmal im Jahr mit einem Gedenkgottesdienst an verstorbene Bedienstete der Bundes- und Landespolizei Sachsens zu gedenken“, sagt Christian Mendt. Er ist froh darüber, dass Angehörige und einige Kolleginnen und Kollegen noch einmal gemeinsam würdig Abschied nehmen können. Ein solcher Gottesdienst biete „einen Weg aus dem Chaos von Trauer und Schmerz. Er sagt mehr, als wir ausdrücken können und bietet allen Menschen, ganz gleich, ob Glaubende oder Nichtglaubende, einen Halt.“ 

Stellvertretend für die sächsische Polizei nahm Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und für die Bundespolizeidirektion Pirna Präsident André Hesse an der Gedenkveranstaltung teil. „Unsere Gedanken sind bei den Verstorbenen, allen Angehörigen und Freunden“, sagt Horst Kretzschmar, „auch wenn wir in diesem Jahr nicht gemeinsam unseren verstorbenen Kolleginnen und Kollegen gedenken können.“ Thomas Rechentin vertrat als Amtschef Innenminister Roland Wöller.


Polizeipfarrer der sächsischen Polizei
Präsident André Hesse
Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar

Kerzen als Andenken für die Verstorbenen



Pfarrerin Barbara Zeitler sprach in ihrer Rede von den Lieben, die nicht nach Hause kommen, oder nicht mehr anrufen, aber auch von dem Verlust auf der Dienststelle: „Ein Teil des gemeinsamen Lebens fehlt und verschwindet. Das laute Lachen der Kollegin, die frechen Kommentare, das versonnene Lächeln des Kollegen, seine klare Ansage in der Besprechung.“  Nach dieser bewegenden Ansprache verlasen Horst Kretzschmar und André Hesse gemeinsam die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen. Für jeden Bediensteten wurde eine Kerze entzündet. In dem zurückliegenden Jahr haben 33 Beamtinnen und Beamte ihr Leben verloren. Sei es im Einsatz, durch Unfall, Gewalt oder Krankheit, oder durch andere Umstände. All diesen Menschen wurde am Freitag in der Thomaskirche gedacht.

Der Leipziger Pfarrer Franz Senftenberg bat im Anschluss zusammen mit Bediensteten der Landes- und Bundespolizei um Ruhe und Frieden, bei der Bewältigung von Fragen und Zweifeln. „Sie gaben Zeit, Fähigkeiten, und ihre Gesundheit dafür, dass wir sicher leben können. Wir danken für ihren Dienst“, sagte Pfarrer Dr. Andrzej Malachowski von der Bundespolizeidirektion Pirna anschließend in seinem Fürbittengebet.

Nach gut einer Stunde beendete Pfarrer Christian Mendt den Gedenkgottesdienst  mit dem „Vater unser“ und dankte allen, die da waren, für diese gemeinsame Zeit.

 


Traditionell gedenken Landes- und Bundespolizeidirektionen in Sachsen an einen Novemberfreitag vor Totensonntag ihren verstorbenen Bediensteten. Wo der Gottesdienst abgehalten wird, ändert sich jährlich. Im vergangen Jahr fand er in der Kreuzkirche in Dresden statt.

 

Jede Polizeidirektion hat eigene Seelsorger und Polizeipfarrer. Sie kümmern sich unter anderem um die Sorgen der Bediensteten, beispielsweise in der Einsatznachsorge, der Notfallseelsorge oder bei privaten Schicksalsschlägen.