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Polizei und Feuerwehr proben Waldbrandbekämpfung

Hubschrauberstaffel der Polizei Sachsen
(© Polizei Sachsen)

Am vergangenen Samstag, den 20. Juli 2020, trainierten Feuerwehr und Polizei zusammen bei Sebnitz, wie Waldbrände in schwer erreichbarem Gelände bekämpft werden können. Im Ernstfall ist zielgenaues Arbeiten gefragt.

Gemeinsame Übung von Polizei-Hubschrauberstaffel und Feuerwehr


Am vergangenen Samstag trainierten Feuerwehr und Polizei zusammen bei Sebnitz, wie Waldbrände in schwer erreichbarem Gelände bekämpft werden können. Durch immer wärmeres Klima und Totholz, das sich auf dem Waldboden ansammelt, verschärfe sich die Waldbrandgefahr in der Region, erklärte Landesbranddirektor Dr. Dirk Schneider während der Übung. Das mache ein schnelles Handeln durch Einsatzkräfte noch wichtiger.

Aber wie kann die Polizei bei einem Waldbrand helfen? Mit Unterstützung aus der Luft. „Es ist unwahrscheinlich wichtig, dass die sächsische Polizeihubschrauberstaffel zusammen mit den Feuerwehren koordiniert in den Einsatz geht“, so der oberste Feuerwehrmann Sachsens. Konkret bedeutet das, dass die Polizei per Helikopter Werkzeug und Hilfsmittel zur Bekämpfung von Bränden in schwer erreichbares Gelände transportiert – beispielsweise in die Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz.

Dort probte die Hubschrauberstaffel am Samstag zum ersten Mal mit dem Airbus Helicopter EC 135. An einem speziellen 15 Meter langen Seil wurde ein Außenbehälter festgehängt. Darin ist Platz für Einsatztechnik, Versorgungsmaterialien der Feuerwehr oder auch Wasserkanister, die am Einsatzort dringend gebraucht werden und auf dem Landweg womöglich zu lange unterwegs wären. „Die Schwierigkeit bestand darin, die Außenlast punktgenau auf einen Meter im Einsatzgebiet abzusetzen“, berichtete Polizeihauptkommissar Ralf Gärtner von der Hubschrauberstaffel.

Pilot und Copilot steuerten den schwer beladenen Heli, eine Flugtechnikerin der Polizei hatte die Außenlast auf den Kufen des Hubschraubers stehend die ganze Zeit im Blick.

Bei der Übung am Samstag waren mehr als 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ottendorf und Sebnitz sowie sechs Polizeibedienstete der Hubschrauberstaffel im Einsatz. Die Übung dauerte mehrere Stunden und benötigte mehrere Flüge. Bis der Polizeihubschrauber nach dieser ersten Übung auch bei echten Einsätzen die Feuerwehr beim Lastentransport unterstützt, wird es jedoch noch etwas dauern.

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