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Betrug in Millionenhöhe - Wer hatte Kontakt zu vermeintlichen Investoren, Vermittlern und Firmen?

Betrug
(© StA Kaiserslautern)

In einem Ermittlungsverfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigem Betrug suchen das Polizeipräsidium Westpfalz und die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Zeugen im gesamten deutschsprachigen Raum, die durch die nachfolgend skizzierten Taten geschädigt wurden oder Angaben dazu machen können:
In den Jahren 2020 und 2021 wurden aus unterschiedlichsten Branchen stammende Unternehmer, die Finanzierungskapital benötigten und daher Geldgeber suchten, über Vermittler mit angeblichen Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Kontakt gebracht. Die vermeintlichen Investoren traten unter Verwendung folgender Firmennamen und E-Mail-Adressen auf:
 
  • (The) Emirates Net – emirates.net@outlook.com
     
  • Gulf Holding Foundation Inc. (kurz: Gulf Foundation) – gulffoundation@outlook.com
     
  • Emirates Holding - An Emirates Group Corporation (kurz: Emirates Holding Group) – info@emiratesholding.org
     
  • Pacific Ventures LLC – pacificventures@outlook.com oder PV.LLC@outlook.com
     
  • EIN International (kurz: EIN)


Namensähnlichkeit mit real existierenden Firmen beziehungsweise Gesellschaften werden bewusst eingesetzt.
 


Übersicht mit Logos der Betrugsfirmen

Eine Übersicht mit Logos der Betrugsfirmen
(© StA Kaiserslautern)


Die Unternehmer, die aufgrund der Angaben der Vermittler und der vermeintlichen Investoren an die Möglichkeit glaubten, dass sie tatsächlich Gelder für ihre Projekte erhalten werden, zahlten enorme Summen, die ihnen von den angeblichen Investoren in Rechnung gestellt wurden und die vorgeblich zum Anschub der Finanzierung notwendig waren (beispielsweise Reisekosten, Gebühren für die Registrierung, Gutachten, Beteiligungen und Versicherungen) oder als vermeintliche Sicherheiten dienen sollten. Die Zahlungen erfolgten auf Konten der „EIN International“ (EIN), bei der Emirates NBD Bank, IBAN: AE930260001012218835501 oder der „Alsediq Commercial Broker“ (andere Schreibweisen: Alsedeq/Alsedq), ebenfalls bei der Emirates NBD Bank, IBAN: AE530260001012279727001.

Die in Aussicht gestellten Finanzierungen kamen letztlich nicht zustande. In allen bekannten Fällen wurden die Projektbetreiber vielmehr fortlaufend vertröstet und es wurden im Laufe der Zeit immer wieder neue, mit weiteren Kosten verbundene Voraussetzungen für die angeblich alsbald anstehende Auszahlung der Finanzierungen vorgebracht.

 



 

Die Polizei Kaiserslautern bittet um Ihre Hinweise:

 
  • Wer hatte Kontakt zu den angeblichen Investoren?
  • Wie wurde der Kontakt vermittelt?
  • Wer hat Zahlungen an die angeblichen Investoren geleistet?


Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich an die


Polizei Kaiserslautern
Telefon: +49 (0) 631 369-2620
E-Mail: investmentbetrug@polizei.rlp.de


oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.