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E-Bikes und Fahrräder vor Diebstahl schützen – so geht's!

Sicherungsmaßnahmen für das Fahrrad
(© LKA Sachsen)

Die Fahrradsaison ist gestartet. Vor allem E-Bikes gelangen vermehrt in den Fokus von Dieben. Wir geben im Video Tipps zur Sicherung von Zweirädern mit und ohne Akku.

Tipps zum Diebstahlschutz im Überblick

Hochpreisige Räder und Elektrofahrräder sind bei Dieben besonders beliebt. Im Jahr 2020 betrug der polizeilich registrierte Schaden durch Fahrraddiebstähle rund 17,2 Millionen Euro. Daher haben wir den Schwerpunkt unserer Präventionstipps auf Räder mit Elektroantrieb gelegt. Viele unserer Hinweise gelten aber für alle Arten von Fährrädern:

  • Stellen Sie Ihr Rad immer an belebten und beleuchteten Orten ab, an denen ein Diebstahl schnell auffallen würde.
  • Wenn Sie das Elektro-Rad für längere Zeit abstellen, nehmen Sie den Akku mit. So machen Sie Ihr Fahrrad für Diebe unattraktiv, da ein E-Bike ohne passenden Akku wesentlich weniger wert ist.
  • Sollte der Akku am Rad bleiben ist es ratsam, zusätzlich zum klassischen flexiblen Schloss (z. B. Ketten- oder Panzerkabelschloss) ein entsprechendes Akkuschloss zu benutzen.
  • Viele E-Bikes haben standardgemäß ein Rahmenschloss integriert, doch das allein reicht zur Diebstahlsicherung nicht aus. Das Rad könnte weggetragen oder auf dem Vorderrad weggerollt werden. Nutzen Sie unbedingt noch ein weiteres Fahrradschloss, welches das Rad mit einem fest verankerten Gegenstand verbindet.
  • Hochwertige Räder sollten auch mit einem hochwertigen Fahrradschloss gesichert werden. Geeignet sind ausschließlich entsprechend massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Sparen Sie hier nicht zu Lasten der Sicherheit!
    Schließen Sie Rad und Rahmen Ihres Fahrrades auch in Kellern und Fahrradabstellräumen ab.
  • E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h können im Hausrat mitversichert werden. Ein Schloss ist nicht nur eine gute Vorsorge gegen Diebstahl, sondern auch die Voraussetzung dafür, dass die Hausratversicherung den Schaden erstattet. Erkundigen Sie sich bei Ihren Versicherungsvertreter nach einer geeigneten Fahrradversicherung.
  • Außerdem gibt die Möglichkeit, einen versteckten Sender an einem hochwertigen Rad anzubringen. Diese sogenannten GPS-Tracker senden per SMS einen Alarm auf das Mobiltelefon, wenn das abgestellte Rad bewegt wird und übermitteln den aktuellen Standort des Rades.
     

Orte, an denen Fahrraddiebe besonders gerne aktiv werden:

Es gibt Orte, an denen Diebe besonders leichtes Spiel haben. Dazu gehören insbesondere Folgende:

  • Fahrradkeller von Mietshäusern: Organisierte Fahrraddiebe verschaffen sich gerne Zutritt zu älteren Mietshäusern, bei denen der Fahrradkeller meist nur ein mit Holzlatten gesichertes Kellerabteil ist
  • Fahrradkäfige in Tiefgaragen von Bürogebäuden: Fahrradkäfige stellen für organisierte Fahrraddiebe ebenfalls kein großes Hindernis dar, schlecht gesicherte E-Bikes und Fahrräder finden von dort schnell den Weg auf den Transporter der Diebe.
  • Hinterhöfe: Auch in Hinterhöfen von Mietblocks haben Fahrraddiebe leichtes Spiel. So warten sie zum Beispiel, bis ein Mieter dem Post- oder Paketboten öffnet, um sich so Zugang zum Areal zu verschaffen.
  • Schlecht beleuchtete Fahrradabstellplätze: Fahrraddiebe arbeiten gerne nachts, an schlecht ausgeleuchteten und abgelegenen Stellen oder unübersichtlichen Plätzen.
     

Dokumentation hilft bei Aufklärung von Fahrraddiebstählen

14 Prozent aller Fahrraddiebstähle wurden 2020 aufgeklärt. Dafür ist es für die Polizei von besonderer Bedeutung, wenn es zum gestohlenen Rad möglichst konkrete Angaben gibt. Ein vollständiger Fahrradpass mit Beschreibung der Ausstattung und konkreter Benennung des Typs, der Rahmennummer und der verbauten Teile, helfen den Ermittlern bei der Fahndung und Recherche. Besonders hochwertige Räder oder Individualaufbauten sollten Sie möglichst auch fotografisch dokumentieren.

Wenn Sie ein Smartphone besitzen, empfehlen wir die Nutzung der digitalen und kostenlosen FAHRRADPASS-App der Polizei. Sie die Daten gleich mehrerer Fahrräder in der FAHRRADPASS-App speichern und diese, falls nötig, ausdrucken oder per E-Mail verschicken, zum Beispiel im Fall eines Diebstahls an die Polizei oder Ihre Versicherung.

Weiterführende Informationen und Downloads:

Für iOS-Geräte können Sie die FAHRRADPASS-APP im App Store kostenlos herunterladen: https://apps.apple.com/de/app/fahrradpass/id438072942

Und für Android-Smartphones können Sie die FAHRRADPASS-APP im Google Play Store kostenlos herunterladen: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.netzbewegung.polizei.bicyclePass&feature=nav_result#?t=W251bGwsMSwyLDNd)

Weitere Tipps zum Thema Diebstahlschutz von Rädern, insbesondere auch von hochwertigen Elektrorädern, bietet das Faltblatt „Räder richtig sichern“. Es ist in jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich und kann auch als PDF heruntergeladen werden: https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/025-FB-Raeder-richtig-sichern.pdf

Was zu tun ist, wenn Ihr Fahrrad oder E-Bike gestohlen wurde, erfahren Sie hier. https://www.polizei.sachsen.de/de/6942.htm


Beispielfotos

Fahrrad richtig anschließen
Schlosstypen
Akku entnehmen

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Kontakt zum LKA Sachsen

Staatsanwaltschaften des Freistaates Sachsen

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft des Freistaates Sachsen.

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