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Onlineunterricht: Tipps für mehr Sicherheit im virtuellen Klassenzimmer

Schülerin beim Lernen am Laptop
(© pixabay.com)

Wenn Unterricht aufgrund der aktuellen Lage online stattfindet, sollten Eltern ihre Kinder für das Thema Sicherheit sensibilisieren. So gab es zum Beispiel Fälle, in denen Fremde gezielt den Unterricht gestört und sich dabei strafbar gemacht haben.
Schülerin beim Lernen am Laptop
(© pixabay.com)

Wenn Unterricht aufgrund der aktuellen Lage online stattfindet, gibt es einiges hinsichtlich der Sicherheit zu beachten. Was passieren kann, wenn die Zugangsdaten in die Hände Dritter geraten, haben verschiedene Fälle von gezielten Störungen durch Unbekannte in der Vergangenheit gezeigt. Kürzlich kam es in den Chats eines Onlineseminars, welches eine Landesbehörde für Schüler, Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter durchgeführt hat, teilweise zu Beleidigungen und nicht angemessenen Beiträgen. Es ist nicht auszuschließen, dass dahinter ebenfalls fremde Teilnehmer steckten, deren einziges Ziel es war, das Onlineseminar zu stören.

Möglich ist so etwas, wenn Schülerinnen und Schüler die Zugangsdaten an Dritte weitergeben. In der Vergangenheit haben Influencer in sozialen Netzwerken sogar zur gezielten Störung des Onlineunterrichts aufgerufen und auch selbst angeboten, das virtuelle Klassenzimmer zu „stürmen“. Strafrechtliche Relevanz erhielten vereinzelte Fälle bereits, weil dabei pornografisches, verfassungsfeindliches oder gewaltverherrlichendes Material platziert wurde. Auch Beleidigungen und Bedrohungen der Teilnehmenden sind Straftaten. Zudem kam es bereits vor, dass solche Aktionen gefilmt und in den sozialen Medien veröffentlicht wurden – eine Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, dass Eltern ihre Kinder für einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Lernplattformen sensibilisieren.

Unsere Empfehlungen für Eltern:
  • Verdeutlichen Sie, dass Ihre Kinder in jedem Fall keine Anmeldelinks und Passwörter an Dritte weitergeben sollten.
  • Erläutern Sie den Unterschied zwischen privatem und öffentlichem Raum. Wenn ein Zugang beispielsweise durch ein Passwort gesichert ist, so ist damit besonders sensibel umzugehen.
  • Klären Sie darüber auf, dass es strafbar ist, pornografisches, verfassungsfeindliches oder gewaltverherrlichendes Material zu speichern oder weiterzuschicken.
  • Thematisieren Sie auch die möglichen emotionalen Folgen für andere Empfängerinnen und Empfänger.
  • Vermitteln Sie, dass heimliche Fotos bzw. Screenshots von Videokonferenzen nicht erlaubt sind und auch nicht in sozialen Netzwerken oder Messenger geteilt werden dürfen.
  • Webcams sollten nur eingeschaltet werden, wenn es erforderlich ist.
  • Sollten Sie strafbare Inhalte im Videounterricht oder in Messengerdiensten feststellen, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Dokumentieren Sie den genauen Fundort des Inhalts. Machen Sie keine Screenshots von pornografischen Darstellungen, denn damit würden Sie sich selbst strafbar machen.


Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes: www.polizei-beratung.de


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Hier finden Sie die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft des Freistaates Sachsen.

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