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Sächsische Polizeirechtsnovelle

Polizeifahrzeug imm Einsatz

Die Staatsregierung hat in der Kabinettssitzung am 17. April 2018 den „Entwurf eines Gesetzes zur Neustrukturierung des Polizeirechts des Freistaates Sachsen“ erörtert und zur Anhörung freigegeben.
Damit wurde der Startschuss für die Modernisierung des Sächsischen Polizeigesetzes gegeben.

Das weitere Verfahren sieht nun so aus, dass der Gesetzesvorschlag an verschiedene Verbände und sonstige Stellen (Sächsischer Datenschutzbeauftragter, Gewerkschaften, Sächsischer Städte- und Gemeindetag, der Sächsische Landkreistag, aber auch Richter- und Anwaltsverbände) zur Stellungnahme übersandt wurde.

Im Lichte dieser Stellungnahmen wird der Entwurf kritisch durchleuchtet und wo erforderlich überarbeitet. Erst dann wird das Kabinett endgültig darüber entscheiden, ob und wenn ja mit welchem genauen Wortlaut die Staatsregierung das Gesetzespaket in den Landtag einbringen wird. Diese zweite Kabinettsbefassung ist für August 2018 geplant.

Der Landtag wird dann im eigenen Verfahren ab August 2018 selbst eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen durchführen und letztendlich entscheiden, was Gesetz wird. Wir erwarten diese Entscheidung frühestens für die Jahreswende 2018/2019. Da der Gesetzentwurf eine 8-monatige Frist zwischen Beschlussfassung durch den Landtag und dem Inkrafttreten des Gesetzes vorsieht (diese Zeitspanne wird für Umsetzungsmaßnahmen und für die Umstellung von Aus- und Fortbildung gebraucht), könnte  das neue Polizeirecht im Herbst 2019 in Kraft treten.

Der Entwurf umfasst das Gesetz über die Aufgaben, Befugnisse, Datenverarbeitung und Organisation des Polizeivollzugsdienstes im Freistaat Sachsen (Sächsisches Polizeivollzugsdienstgesetz - SächsPVDG) und das Gesetz über die Aufgaben, Organisation, Befugnisse und Datenverarbeitung der Polizeibehörden im Freistaat Sachsen (Sächsisches Polizeibehördengesetz - SächsPBG).

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