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Richtig reagieren bei Cybermobbing

Verzweifeltes Mobbing-Opfer sitzt auf Bett
(© sewcream / Adobe Stock)

Anlässlich des internationalen „Behaupte dich gegen Mobbing“-Tages fassen wir zusammen, wie Sie sich bzw. Ihre Kinder vor Cybermobbing schützen.
Verzweifeltes Mobbing-Opfer sitzt auf Bett
(© sewcream / Adobe Stock)

„Habt ihr euch heute mal die Klamotten von dem angeschaut? Seine Mutter hat doch bestimmt den Altkleider-Container geplündert“ – dies ist nur eines von vielen möglichen Beispielen für eine Bloßstellung, Beleidigung, Bedrohung oder Belästigung im Gruppenchat einer Schulklasse. Das sogenannte Mobbing gibt es sowohl im analogen als auch verstärkt im digitalen Raum. Gerade Heranwachsende sind von Letzterem betroffen. Aufgrund der Anonymität im Internet ist die Hemmschwelle für die Täterinnen und Täter geringer.

Cybermobbing-Opfer werden unter anderem per E-Mail, in Online-Communities, Chats (Chatrooms oder Instant Messenger), Diskussionsforen, Gästebüchern, Video- und Fotoplattformen sowie auf Websites schikaniert und bloßgestellt. Zudem terrorisieren die Täter ihre Opfer mit Anrufen. Besonders belastend: Cybermobbing kann rund um die Uhr erfolgen.
 

Internationaler „Behaupte dich gegen Mobbing“-Tag

Am 19. November ist internationaler „Behaupte dich gegen Mobbing“-Tag, der jedes Jahr jeweils im Februar und November stattfindet. Ziel ist es, damit auf Cybermobbing aufmerksam zu machen. Ein Problem, das sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft hat, da Kommunikation nun verstärkt digital stattfindet. In der JIM Studie 2020* gaben 29 Prozent der Befragten 12- bis 19-Jährigen an, dass schon einmal falsche oder beleidigende Inhalte über sie mittels dem Smartphone verbreitet wurden. Diese Zahl ist zur Vorjahresuntersuchung um 8 Prozent gestiegen.
 

Wie kann man sich selbst möglichst vor Cybermobbing schützen?

Um so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten, empfiehlt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes Folgendes:

  • Profile in sozialen Netzwerken sollten so angelegt sein, dass nur Personen, die Sie kennen, Ihre Daten sehen können.
  • Prüfen Sie jede Freundschaftsanfrage sorgfältig. Am besten ist es, wenn Sie nur dem engsten Freundeskreis Einblicke in Ihren „Privatbereich“ gewähren.
  • Veröffentlichen Sie nur wenig Daten von sich im Internet. Geben Sie im Profil niemals Ihre Adresse oder Handynummer an.
  • Veröffentlichen Sie so wenig Bilder und Videos von Ihnen wie möglich.
     

Und was ist im Fall von Mobbing zu tun?

  • Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens. Schülerinnen und Schüler sollten sich Freunden oder Eltern anvertrauen. Für sie bzw. ihre Eltern gilt: Auch die Schule sollte darüber informiert werden.
  • Tolerieren Sie beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails, Posts etc. nicht. Wichtig: Kinder und Jugendliche sollten ihre Eltern oder andere Vertrauenspersonen einbeziehen und nicht alleine darauf antworten.
  • Wenn Bilder und Videos von Ihnen ohne Ihre Erlaubnis veröffentlicht wurden, dann lassen Sie diese über den Netzwerk-Betreiber löschen. Dasselbe gilt, wenn jemand in Ihrem Namen ein Fake-Profil erstellt hat. Je nach Netzwerkbetreiber sind die Voraussetzung für das Löschen von Daten, Bildern oder ganzen Profilen unterschiedlich.
  • Speichern Sie die veröffentlichten Bilder und beleidigenden Texte als Beweismaterial.
  • Wenden Sie sich in schwerwiegenden Fällen bitte sofort an die Polizei und zeigen Sie die Täter an.


Angebote der Polizei Sachsen

Anlässlich des Aktionstages veranstaltet die Zentralstelle für polizeiliche Prävention zwei Workshops mit Lehramtsstudierenden am Landesamt für Schule und Bildung in Leipzig. Die Sächsische Polizei bietet zudem landesweit verschiedene Präventionsangebote für Eltern, Fachkräfte und Schülerinnen und Schüler zu dieser Thematik an. Die einzelnen Veranstaltungsangebote erfahrt ihr über die Fachdienste der Polizeidirektionen:

 

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auf folgenden Websites:

www.polizei-beratung.de

www.klicksafe.de

 

 

 

*Jugend, Information und (Multi-) Media 2020, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest


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Kontakt zum LKA Sachsen

Staatsanwaltschaften des Freistaates Sachsen

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft des Freistaates Sachsen.

The Saxon State Office of Criminal Investigation

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