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Innenminister sagt Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes - Danke!

Im Fach- und Lehrkabinett
(© Polizei Sachsen)

Im Fach- und Lehrkabinett des KMBD
(© Polizei Sachsen)

Das Medieninteresse war groß, als Prof. Dr. Roland Wöller am Nachmittag des 20. August 2018 in der Kampfmittelzerlegeinrichtung eintraf. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten des PVA, Herrn Dr. Jörg Michaelis und den Referatsleiter Kampfmittelbeseitigungsdienst, Hr. André Mauermeister übernahm der Leiter der Kampfmittelzerlegeeinrichtung (KMZE) Sprengmeister Holger Klemig die Führung durch die KMZE. Bei dem Rundgang wurde dem Staatsminister und den Medienvertretern der Arbeitsablauf der Vernichtung der Kampfmittel ab Eintreffen in der KMZE erläutert. Erste Etappe war das sogenannte „Arbeitshaus“. Hier werden die Kampfmittel vorsortiert. Als nächste Station folgte der Sägebunker. Mittels mechanischer Sägen oder durch die Wasserstrahlschneidanlage werden hier die großen Kaliber, wie z. B. Bomben auf den weiteren Vernichtungsprozess vorbereitet. Weiter ging es zum Herzstück der Kampfmittelzerlegeeinrichtung. Im Abbrandofen werden die im Sägebunker vorbereiteten Kampfmittel bei einer Temperatur von über 1000 °C ausgebrannt, im Detonationsofen werden Kampfmittel mit weniger Sprengstoff (bis 500g TNT-Äquivalent) bei Temperaturen bis 700 °C gezielt zur Umsetzung, also Detonation, gebracht. Im Ausglühofen werden Anhaftungen von Sprengstoff beseitigt bzw. Waffen und Waffenteile thermisch „zusammengebacken“ und so für die Verschrottung vorbereitet. Nicht zu vergessen, die Abgasreinigungsanlage. Erst durch sie ist der  gesamte Prozess der Kampfmittelvernichtung nicht nur fach- , sondern eben auch umweltgerecht.
Den Abschluss bildete ein Besuch in der Fach- und Lehrschau des KMBD. Unzählige Kampfmittel, Zündervarianten und Munitionsarten sind zu finden. Diese Exponate sind unverzichtbar für die Schulung und stetige Fortbildung der Mitarbeiter/-innen des KMBD.

Die gesamte Kampfmittelzerlegeeinrichtung wäre nichts ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KMBD, die hier tagtäglich ihrer gefährlichen Arbeit nachgehen.

Nachdem die Medien verabschiedet wurden, nutzte Staatsminister Wöller deshalb die Gelegenheit in ganz persönlicher Runde mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KMBD ins Gespräch zu kommen.

 „Die Mitarbeiter vom Kampfmittelbeseitigungsdienst haben vermutlich einen der gefährlichsten Jobs in ganz Sachsen“, sagte der Innenminister. „Nur dank ihres Mutes, ihrer Fachkenntnis und Erfahrung, aber auch ihrer Besonnenheit kam es in den vergangenen Jahren zu keinen schweren Zwischenfällen mit großen Sach- oder Personenschäden. Und das, obwohl in Sachsen jährlich über 150 Tonnen Kampfmittel wie Munition, Sprengstoffe und Waffen geborgen, entschärft und beseitigt werden müssen. Für diese besonnene und hochprofessionelle Arbeit gebührt allen Kollegen des sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes unser aller Dank“, so Staatsminister Roland Wöller weiter.

Stellvertretend für alle Bediensteten des KMBD überreichte Staatsminister Roland Wöller mehrere anlassbezogene Leistungsprämien für die aktiv an der Entschärfung der Bombe in Dresden Löbtau im April 2018 beteiligten Mitarbeiter.

Auch wir sagen ganz herzlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KMBD: Danke für Eure super Arbeit!


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