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Besonderheiten

Wodurch zeichnet sich die Strategie der sächsischen Polizei aus?

1. Gestaltungs- und Ermessenspielraum

Um eine Strategie mit Leben zu erfüllen, ist es wichtig, den Umsetzenden – von der obersten Dienstbehörde bis hin zu den Polizeirevieren – Gestaltungs- und Ermessenspielraum einzuräumen. Die Strategie der sächsischen Polizei bildet den Orientierungsrahmen für konkretes Handeln.

2. Lebendiger Charakter

Vielfach ist betont worden, dass eine Strategie ein Instrument darstellt, um auf die zahlreichen und in immer kürzeren Zeitabständen stattfindenden Entwicklungen zu reagieren. Aufgrund der Geschwindigkeit und des Umfangs der Veränderungen muss eine Strategie „lebendig“ sein. Sie darf nicht starr oder sprichwörtlich „in Stein gemeißelt“ sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie und damit die sächsische Polizei den Anschluss verliert und die strategischen Positionen neuere Entwicklungen nicht berücksichtigen oder diesen im schlimmsten Fall sogar zuwider laufen.

Aus diesem Grund wird die Strategie der sächsischen Polizei jährlich überprüft und fortgeschrieben. So ist sichergestellt, dass sie immer aktuell bleibt. Neue Entwicklungen sind auf diese Weise leichter zu integrieren. Auch Impulse aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft können so in den strategischen Überlegungen der sächsischen Polizei Berücksichtigung finden. Gleichzeitig geht mit der Überprüfung und Fortschreibung der Grundgedanke einer Strategie – nämlich ihre langfristige Ausrichtung – nicht verloren.

Verantwortlich für die Überprüfung und Fortschreibung der Strategie ist das polizeiinterne Gremium „Arbeitskreis Strategie der sächsischen Polizei“. Dieses Gremium bildet einen festen Bestandteil der sächsischen Polizeiorganisation. Der Arbeitskreis ist nach dem Rotationsprinzip organisiert, sodass die Positionen aller Dienststellen und Organisations-einheiten in den Strategieprozess eingebunden werden können.

Das Verfahren gewährleistet, dass die Strategie der sächsischen Polizei in der Organisation fest und dauerhaft verankert sowie aktiv gelebt wird.

3. Pragmatischer Strategieprozess

In der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur finden sich zahlreiche Abhandlungen zum idealtypischen Strategieprozess. Eine penible Umsetzung der theoretischen Vorgaben oder Vorstellungen hat in der Praxis zur Folge, dass Strategieentwicklung/-fortschreibung, -umsetzung und -überwachung sehr zeitintensiv ist. Doch diese Zeit steht in der Regel nicht zur Verfügung!

Aus diesem Grund hat die sächsische Polizei für sich eine pragmatische Herangehensweise gewählt. Wichtigster Ideengeber für die Strategieentwicklung ist dabei der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Fredmund Malik, ein international ausgezeichneter und anerkannter Managementexperte. Der Strategieprozess der sächsischen Polizei orientiert sich an seinen Vorstellungen und Empfehlungen, wonach gerade in turbulenten Zeiten schnelles und flexibles Handeln erforderlich ist. Eine Strategie muss daher diese Eigenschaften erfüllen. Nur wenn es mit ihr gelingt, sich innerhalb kürzester Zeit an neue Entwicklungen anzupassen, können die Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden.

Auch die Strategieumsetzung und -überwachung erfolgt gemäß dem Grundsatz der pragmatischen Herangehensweise. Hier gilt ebenfalls, die Strategie muss schnell und flexibel umgesetzt werden. Die Begleitung dieses Prozesses durch das strategische Controlling (Strategieüberwachung) hat diesem Anspruch Rechnung zu tragen